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Erwins Kunterbunt
Archiv der Kategorie Kirche & Glaube
09.02. - Die Vertreter der Weltreligionen
9.2.2010 von admin.
… alle wollen den weltweiten Religionsfrieden - ein jeder unter seiner Herrschaft.
Also wird es niemals einen Frieden geben.
Erwin P. Kandel
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25.12. - Der Ursprung des Weihnachtsfestes
25.12.2009 von admin.
Weihnachten - also die Zeit um den 24.Dezember rum, hatte ursprünglich nichts mit der Geburt Jesus Christus zu tun. Ein astronomisches Ereignis war einzig und allein Grund für die Feierlichkeiten. Weihnachten ist die Zeit der Wintersonnenwende. Die Kelten, die Goten sowie die Normannen, alles indogermanische Volksgruppen, feierten zu dieser Zeit das Julfest oder das Mittwinterfest. Nachdem die immer mächtiger werdende Kirche nach Ausbreitung über Europa die Feierlichkeiten durch Dämonisierung nicht unterdrücken konnte, wurden sie einfach adaptiert und als christliche Feste umgestaltet. Die Geburt Christi wurde im Laufe des 7. und 8. Jahrhunderts auf den 25. Dezember gelegt, um die Feste als christlich rechtfertigen zu können. Die Verwendung von Kerzen an einem Baum entstammen dem Julfest. Weihnachten, wie wir es heute kennen, ist also das Ergebnis christlicher Herrschaftssicherung.
Inzwischen ist Weihnachten zum Fest der Liebe und des Schenkens mutiert, welches jeder feiern kann - auch die Gläubigen anderer Religionen und Atheisten.
Lesen Sie bitte mehr zu den Ursprüngen des Weihnachtsfest in dem PDF vom-kult-ums-licht.pdf - ein hervorragend recherchierter Beitrag von El Patio - ein Pseudonym, von dem ich nicht weiß, wer hinter ihm steckt.
Erwin P. Kandel
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18.12. - Die Weihnachtszeit
18.12.2009 von admin.
… ist für jeden das, was er aus ihr macht - wofür er sie hält.
Für mich ist sie der alljährliche Rummel um die Geburt eines einfachen Bauhandwerkers aus Nazareth, den Menschen zum Sohn Gottes erhoben haben, um ihn götzengleich anbeten zu können.
Ihn anbeten, weil sie Gott nicht schauen - seine Existenz mit ihrem Verstand, ihrem Wissen nicht erfassen können und die Existenz alles Seienden ohne das Wirken eines Gottes in ihrer Begrenztheit für unmöglich halten; eines Gottes, wie ihn ihnen die Kirchen glaubhaft machen.
Jesus Christus verehre ich als Mensch, ihn als Sohn Gottes zu verehren ist Götzendienst.
Erwin P. Kandel
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16.12. - “Nach uns die Sintflut?”
16.12.2009 von admin.
… wie oft habe ich das in den letzten Tagen rings um den Klimagipfel gedacht oder gehört. “Nach uns die Sintflut”, das sagt man ja, wenn es einem relativ egal ist, was die Folgen des eigenen Tun oder Lassens sind. “Nach uns die Sintflut”. Die Regierungen betonen zwar, wie wichtig ihnen der Klimaschutz ist. Aber auf gemeinsame verbindliche Vereinbarungen dazu haben sie sich noch nicht festgelegt.
Und wir? Ehrlich gesagt, denken oder leben wir doch auch oft so: “Nach uns die Sintflut?!”. Manche verharmlosen: “Ob das alles so stimmt, was die Wissenschaftler da behaupten”, hat eine Nachbarin gestern noch zu mir gesagt. “Wärmere Winter hat es doch auch früher gegeben!” Und ich selber: Klar hab ich auch dieses Jahr meine Lichterketten aufgehängt. Und den Großeinkauf, die Kinder von hier nach da fahren – wie soll ich das schaffen ohne Auto?
Vielleicht tue ich so wenig gegen den Klimawandel, weil der für uns hier in Deutschland noch so weit weg ist. Millionen von Menschen anderswo steht das Wasser schon buchstäblich bis zum Hals: In Bangladesh steigt der Meeresspiegel, die Böden und das Grundwasser versalzen. Oder umgekehrt: Die Bauern in den Hochtälern der Anden, in Peru und Bolivien, die wissen bald nicht mehr, wie sie ihre Felder bewässern sollen. Die Gletscher schmelzen rasant weg.
Das heißt: Den Preis für unseren Lebensstil zahlen jetzt die Menschen in den Entwicklungsländern. Damit geht auch das soziale Klima der Welt kaputt. Aber auch unsere Kinder und Enkel werden die Folgen tragen müssen: Die Treibhausgase, die wir heute in die Luft pusten, bleiben dort 100 Jahre lang. Sie heizen die Erde weiter auf. Unsere Kinder werden uns eines Tages womöglich zur Rede stellen: Warum habt ihr nicht rechtzeitig etwas dagegen unternommen?
“Nach uns die Sintflut?” Nein, so will und kann ich nicht leben. Genau das sagt mir auch die biblische Geschichte von der Sintflut: Als Noah mit den Tieren wieder trockenen Boden unter den Füßen hat, verspricht Gott: Von mir aus soll nie wieder eine Flut das Leben auf der Erde vernichten. Ihr Menschen seid für die Erde verantwortlich, für eure Mitmenschen, für alle Lebewesen auf der Erde.
Das heißt bis heute: Bewahrt diese Erde und sorgt für alle Lebewesen!
In dieser Woche ist das die Aufgabe der Regierungschefs: Sie müssen sich in Kopenhagen einigen: Die Erderwärmung darf maximal um 2 Grad steigen! Die Klimasünder müssen zahlen. Die großartigen Ideen und Technologien für den Klimaschutz müssen weltweit gefördert und verbreitet werden.
Und natürlich sind auch wir Einzelne gefordert. Wir wissen ja schon so vieles, aber wir müssen es auch tun: Unsere Wohnungen dämmen, damit die Energie nicht zum Schornstein raus geht. Mit dem Zug in die Ferien – statt mit Flugzeug oder Auto. Spenden für Katastrophenhilfe und Schutzmaßnahmen in den Entwicklungsländern. Auch kleine Taten haben Wirkung: Die Wäsche öfter mal aufhängen statt bequem in den Trockner stecken. Beim Zähne-putzen nicht das Wasser laufen lassen. Eine Familie kann dabei im Jahr 26.000 Liter Wasser sparen! Und jetzt in der Weihnachtszeit – eine Lichterkette weniger tut es bestimmt auch! Das klingt jetzt so einfach – und ist es im Alltag oft nicht. Aber deswegen: “Nach uns die Sintflut?” Nein. Es geht um das Überleben unserer Erde.
Dafür müssen wir alle etwas tun – die Regierenden und jeder und jede von uns. Wann, wenn nicht jetzt?
Verena Maria Kitz - DasErste.de
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28.11. - Weihnachtszeit
28.11.2009 von admin.

Alle Jahre wieder
kommt das Christuskind
auf die Erde nieder
wo wir Menschen sind.
Schaut, was wir hier unten treiben.
in der, für ihm erdachten Zeit.
Sieht all’ die Freuden, all’ das Leiden
auf der Erde weit und breit.
Sieht nicht nur den Lichterglanz,
sondern auch die dunklen Schatten.
Überschaut das Schauspiel ganz:
Sieht auch die Armen unter Ratten.
Wird Zeuge auch von Attentaten.
Hört die Schüsse …
… lesen sie bitte das ganze Gedicht hier
Ihr Erwin P. Kandel
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07.08. - Zitat
7.9.2009 von admin.
… aus dem Munde des Generalsuperintendent Ralf Meister - in der Sendung des BR “Das Wort zum Sonntag”:
… “Du, Gott segnest die Gerechten” (Ps. 5,13) heißt es im Psalm. - Das Gegenbild des Gerechten ist übrigens der Gottlose.
Verlogener und verletzender gegenüber Andersdenkender könnten Worte, und noch dazu von einem “Christen”, nicht mehr sein.
Die größten Ungerechtigkeiten - größten Verbrechen in der Geschicht wurden von, an einen Gott glaubenden Menschen begangen. Hat Herr Meister die Greuel des 30jährigen Krieges, die Kreuzzüge, die Inquisition und die Christianisierung der Indianer vergessen?
Erwin P. Kandel
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02.09. - Päpste
2.9.2009 von admin.

Papst Alexander VI.
… wenn dieser Verbrecher in den Himmel gekommen ist,
ist mir das Himmelreich gewiß - dessen bin ich mir sicher.
Erwin P. Kandel
Die Biografie Pabst Alexander VI. in einem PDF: rodrigo-borgia.pdf
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20.08. - Grundlagen des christlich-islamischen Dialogs
20.8.2009 von admin.
… aus evangelischer Sicht - erarbeitet von Kirchenpräsident
Pfarrer Prof. Dr. Peter Steinacker und Susanna Faust vom Zentrum Ökumene.
1. Zum christlich-islamischen Dialog gibt es keine Alternative. Muslime leben als
Teil unserer Gesellschaft dauerhaft in Deutschland.
2. Der Dialog muss auf Augenhöhe und damit offen geführt werden, denn er findet
weithin nicht mit Gästen statt, sondern mit Einheimischen. Der Islam ist in
Deutschland heimisch.
3. Auf christlicher und muslimischer Seite sollen möglichst viele Konfessionen und
Glaubensrichtungen einbezogen sein. Wie Christen auch, haben Muslime ganz verschiedene religiöse, kulturelle, nationale und soziale Identitäten. Und sie reagieren
ganz unterschiedlich auf die Inkulturation in das deutsche Umfeld. Die pluralistische
Gesellschaft hat über viele Fragen eine innerislamische Debatte ausgelöst. Der
Dialog muss also vielschichtig und auf Veränderungen gefasst sein. Dabei ist Rücksicht
auf Empfindlichkeiten nicht dasselbe wie Akzeptanz.
4. Ein Dialog vor dem Dialog muss Ziele, Bedingungen und Grenzen gründlich klären.
Denn aufgrund verschiedener Verständnisse von Religion, vom Sinn, Ablauf
und Ziel eines Dialogs sowie aufgrund verschiedener sprachlicher und kultureller
Prägungen ist die Gefahr von Missverständnissen groß.
5 . Dialog kann weder Mission noch Vermischung der Religionen heißen. Die Themen
und Interessen beider Seiten müssen angemessen vorkommen. Vor dem Dialog
haben beide Seite Ängste. Viele Muslime fürchten den Zwang zu Assimilierung und
Identitätsverlust, Christen befürchten Überfremdung und Selbstmarginalisierung.
Dem beugt nur eine beiderseitige klare Profilierung vor.
6. Dialog setzt Verständigungsbereitschaft, aktive Ablehnung von extremistischen
Äußerungen und Akzeptanz der demokratischen Grundwerte voraus.
7. Mit dem Dialog verbindet die evangelische Kirche folgende Anliegen:
1. über die eigenen theologischen Grundlagen, das Verhältnis zu Staat und
Verfassung sowie die eignen Strukturen informieren.
2. entsprechende Informationen über den Islam erhalten
3. die Integration der Muslime in die Gesellschaft fördern
4. gesprächsbereite Muslime auch innerhalb ihrer Organisationen stärken
5. im Dialog sich besser kennen lernen und das eigene Profil schärfen
8. Ziel ist ein friedliches Zusammenleben in versöhnter Verschiedenheit auf der Basis
des Grundgesetzes in Deutschland.
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Religionsführer
10.7.2009 von admin.

… wenn Religionsführer, wie in Iran, als Drahtzieher die politischen Geschicke eines Staates bestimmen, hat der Teufel seine Hand im Spiel - sind sie Werkzeuge des Teufels - wird die Religion zum Deckmantel von Tyrannei und Verbrechen.
Erwin P. Kandel
Religionsführer in Iran - ein PDF: religionsfuhrer.pdf
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Naturwissenschaft und Glaube
5.7.2009 von admin.
Bloß kein neuer Streit!
Wenn ich manchmal im Sommer nachts auf dem Balkon sitze, kommt es vor, dass ich in den Sternenhimmel schaue – und staune. Über die unendliche Weite des Universums. Unvorstellbar. Gewaltig. Schön. Und wer bin ich in diesem Kosmos, frag ich mich dann. Bin ich ein Produkt des Zufalls oder bin ich gewollt? Ist alles irgendwie willkürlich oder gibt es eine innere Ordnung? Steht Gott hinter allem, was ist?
Jahrhunderte lang gab es heftige Auseinandersetzungen zwischen Kirche und Naturwissenschaft, wo nach und nach Bilder aus der Bibel wissenschaftlich in Frage gestellt oder auf den Kopf gestellt wurden. In einem so langen wie mühsamen Prozess haben sich Kirche und Naturwissenschaft verständigt, dass sie unterschiedlichen Fragen nachgehen. Dass sie sich gar nicht streiten müssen!
Der Naturwissenschaft geht es darum zu erforschen und zu beschreiben, wie sich alles entwickelt hat. Und dem Glauben geht es darum, nach dem Sinn von allem zu fragen, was ist. Fragen, auf die die Naturwissenschaft keine Antwort geben kann und auch nicht will.
Deshalb gibt es zwischen beiden eigentlich kein ernstzunehmendes Streitthema mehr. Doch aufeinmal ist es wieder zum Thema geworden: in Schulen und Volkshochschulen, in kirchlichen Veranstaltungen. Kaum eine Zeitung, die nicht Artikelserien über Naturwissenschaft und Glaube veröffentlicht.
Warum aufeinmal diese Aufregung? Zum einen ist in diesem Jahr der 200. Geburtstag von Charles Darwin. Er hat die Evolutionslehre begründet. Sie besagt: Alle heutigen Lebewesen – also auch der Mensch - haben sich aus früheren Formen entwickelt. Und dann sind da die sogenannten “Kreationisten”. Sie nehmen die Bibel wort-wörtlich und wollen mit ihr wissenschaftliche Fragen beantworten. Sie sagen zum Beispiel, dass Gott den Menschen direkt und in einem Akt vor einigen tausend Jahren “kreiert”, also erschaffen hat – daher auch ihr Name. Und wer daran zweifelt wird verdächtigt, gottlos zu sein.
Das kann und will ich nicht nachvollziehen. Als Christ staune ich über das, was die Naturwissenschaft dazu beiträgt, unsere Welt zu erschließen. In den kleinsten und in den größten Zusammenhängen, sei es die Kernphysik oder die Erforschung des Universums. Und da dürfen wir noch auf viele Entdeckungen gespannt sein. Für mich gilt: Was der von Gott gegebene Verstand klar erkennt, kann ich religiös nicht ablehnen. Und in der Schöpfung sehe ich eine Art “innere Dimension”, sehe sie als Antriebskraft aller Entwicklungen von Mensch und Natur.
Den Naturwissenschaften sei Dank, dass wir ganz anders und neu über Schöpfung und Glaube sprechen können. Das heißt für mich auch: Die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse gefährden nicht den Glauben, sie machen den Schöpfer-Gott größer und herrlicher, als ihn viele bisher gesehen haben. Denn ich glaube, dass die riesige Veranstaltung des Weltalls und darin Mutter Erde, wir Menschen und unsere Mitgeschöpfe in Gott ihren Ursprung haben und in ihm ihr Ziel finden werden.
Quelle: Michael Broch - Das Erste.de
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