Archiv der Kategorie Mensch & Gesellschaft

27.01. - Winter

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 Wenn sich in unseren Breitengraden der Winter einmal von seiner stinknormalen Seite zeigt, bricht es beim Wohlstandmenschen und seiner Technik zusammen.

Was soll denn das ganze Theater um Zugverspätungen, Flugausfällen und verschneiten Straßen - soll sich das Wetter auf den Menschen einstellen? Es hat keinen Grund, das zu tun!

Wer sich hierzulande nicht auf die Jahreszeit Winter mit allen ihren Unannehmlichkeiten einstellen kann, ist in dieser Klimazone deplatziert.

Erwin P. Kandel

26.01. - Leiste was, dann biste was?

 Wir haben zwar heute erst den 26. Januar – und trotzdem ist das Jahr schon wieder halb rum: das Schuljahr. Millionen Schülerinnen und Schüler bekommen nächste Woche ihre Halbjahreszeugnisse. Die Älteren müssen sich mit diesem Zeugnis bewerben, wenn sie im Sommer einen Ausbildungsplatz haben wollen. Aber auch schon für die Kleineren, die Viertklässler, hat dieses Zeugnis ein enormes Gewicht. Denn immerhin entscheidet es in den meisten Bundesländern darüber, auf welche weiterführende Schule sie gehen werden. Aufs Gymnasium? Oder – wie das viele sagen – “doch nur” auf die Real- oder Hauptschule?

Erinnern Sie sich noch, wie das damals war, als wir unsere Zeugnisse bekommen haben? Wie aufgeregt wir waren in den Tagen davor! Und was für Gedanken haben wir uns gemacht: Was die Eltern wohl sagen werden – vor allem, wenn da in Mathe oder Latein mal wieder die Fünf drohte.

Der Leistungsdruck, den die Kinder heute zu ertragen haben, ist kaum mit unserem damals zu vergleichen. Sie werden vielleicht nicht mehr ganz so häufig geschlagen wie das in unserer Kindheit noch üblich war. Aber der seelische Druck ist um einiges höher geworden. In einer ganz neuen Studie heisst es: “Jeder dritte Schüler leidet unter Stresssymptomen.” Kopf- und Rückenschmerzen, Einschlafprobleme, Gereiztheit, depressive Verstimmungen.

Ich erlebe das täglich in meiner Gemeinde. Kinder können nicht an Ausflügen teilnehmen, weil sie für die Schule lernen müssen. Manche sind verhaltensauffällig, brauchen schon mit acht / neun Jahren eine Therapie. Vor allem aber: Es fehlt ihnen oft die Leichtigkeit, das Spielerische, das meine Kindheit und Jugend noch ausgemacht hat.

Ich bin weder ein Bildungsexperte, noch ein Schulpsychologe. Und ich bin auch kein Vater. Aber mein gesunder Menschenverstand sagt mir: Das sind doch Kinder! Sie werden eine Lebenserwartung von etwa hundert Jahren haben. Müssen sie schon in so frühen Jahren einem solchen Leistungsdruck ausgesetzt werden? Warum gönnen wir ihnen ihre Kindheit nicht?

Ich kann Ihnen keine konkreten Antworten geben. Aber ich meine, dass wir uns dringend einmal Gedanken machen sollten über unser Menschenbild. Gilt denn wirklich nur derjenige, der etwas leistet? – Natürlich ist Leistung wichtig. Sie bringt uns voran und kann sogar beflügelnd und belebend sein. Aber sie kann eben auch lebensbehindernd werden. Nämlich dann, wenn sie das Maß aller Dinge ist. Deshalb: Ist Leistung wirklich das Erste und Wichtigste? Wir Menschen sind mehr als das, was wir leisten. Einem Christen ist das eigentlich ins Stammbuch geschrieben. “Du bist mein geliebtes Kind. An dir habe ich Gefallen gefunden.” Das ist uns bei der Taufe zugesagt worden. Also zu einem Zeitpunkt, da wir noch nichts geleistet haben und uns noch nicht auf irgendetwas berufen konnten. Gott fragt nicht zuerst nach unserer Leistung. Er hat Gefallen an uns, wenn wir lebendig sind. Wenn wir die sind, die wir sind.

“Du bist ein geliebtes Kind, selbst wenn du eine Fünf in Mathe hast.” Wie hilfreich wäre ein solcher Satz für ein Kind, das gerade sein Zeugnis bekommen hat! Wie trostreich und wie ermutigend! Ja, ich glaube sogar, dass dieser Satz das Kind zu besseren Leistungen beflügeln könnte. Denn wenn ich geliebt bin, wie ich bin, dann erst bin ich auch frei und in der Lage, etwas zu schaffen und zu vollbringen. – “Du bist mein geliebtes Kind.” Ein Satz, der ganz einfach zu sprechen ist!

Quelle: Gereon Alter - Das Erste.de

21.01. - Leben

Alles Lebende lebt nur um des Lebens willen und alles, was es tut, tut es um seinetwillen.
Das pure Leben - insbesondere das des Menschen - macht noch keinen Sinn. Wir müssen unserem Leben erst einen Sinn - einen Inhalt geben.

Nur wer seinem Leben einen Sinn gibt, lebt wirklich.

Erwin P. Kandel

18.01. - Haiti

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Es gibt in der Natur kein Gutes und kein Schlechtes.
Alle Dinge geschehen aus Notwendigkeit.

 Baruch de Spinoza

Und - warum sollte die Natur sich um den Menschen scheren - schert sich der Mensch um sie?

Erwin P. Kandel 

 

 

08.01. Also - gut!

Für Transvestiten könnte die Nackt-Scannerei zum Problem werden - nicht so sehr für “Ihn”, aber für “Sie”.

“Er” wird, da “Er” ja nicht hat, was “Er” eigentlich haben sollte, bei den Sicherheitskräften allenfalls für Verwunderung sorgen und von ihnen mit einem mitleidigen Lächeln bedacht werden.

Anders bei “Ihr”. “Sie” hat, was “Sie” nicht haben dürfte und die Sicherheitskräfte könnten darob argwöhnen, dass es sich bei dem gesichteten Objekt um eine Eierhandgranate  mit Bügelzünder handelt.

Inwieweit dieses “fehlen” oder “nicht haben dürfen” auch bei Transsexuellen zutrifft, entzieht sich meiner Kenntnisse.


Nichts für ungut - Erwin P. Kandel

07.01. - Nackt-Scanner

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Warum nur machen so viele Menschen soviel Theater um die Einführung von Nackt-Scannern?

Jede Frau weiß doch, was bei dem Mann da unten baumelt - hat es schon einmal gesehen. Vielleicht auch schon gespürt. Und jeder Mann weiß, was die Frau zwischen ihren Beinen und unter der Bluse hat.

Dieses verklemmte, sündige Denken über die Geschlechtsorgane und über “Sex” haben wir allein den Machern der Religionen zu verdanken - Menschen wie diesen antiquierten Junggesellen im Vatikan.

Wenn es um unsere eigene Sicherheit geht, sollte es doch jedem scheiß egal sein, was der Sicherheitsbeamte oder die Sicherheitsbeamtin von seinem Körper sieht.

Und bei der Nacktscannerei geht es vordringlich um unsere eigene Sicherheit und die der Flugzeugbesatzung - nicht um irgendwelche Schikanen oder Geschäftemacherei.

Wir brauchen uns unserer Nacktheit nicht zu schämen und eine, vielleicht auch ein wenig übertriebene Sicherheitsmaßnahme ist allemal besser als eine schlechte oder gar keine.

Erwin P. Kandel

29.12. - Ereignisse & Schlagzeilen 2009

Januar 2009

1. Januar
Die Slowakei führt als 16. EU-Land den Euro ein.
Die bereits 2008 eingeführte Vorratsdatenspeicherung wird verpflichtend.
In Norwegen wird die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglicht.
Amtsantritt des anhaltischen Kirchenpräsidenten Joachim Liebig
Die Abgeltungssteuer und die Reform der Erbschaftsteuer tritt in Kraft.
Tschechien übernimmt für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft.
Die vereinigte Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) entsteht aus der früheren Föderation Evangelischer Kirchen in Mitteldeutschland; Gründungskirchen sind die Evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Thüringen
13. Januar
Der russisch-ukrainische Gasstreit findet durch die Wiederaufnahme der Lieferungen durch Gazprom ein vorläufiges Ende.
16. Januar
Der Ölpreis fällt auf 33 US-Dollar je Barrel und fällt damit auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren.
16. Januar bis 1. Februar
Die 21. Handball-Weltmeisterschaft der Herren findet in Kroatien statt Deutschland wird 5.
17. Januar
Der Burj Dubai erreicht eine Höhe von 818 Metern und ist damit das höchste Bauwerk der Welt.
18. Januar
In Hessen finden vorgezogene Landtagswahlen statt
20. Januar
Vereidigung des US-Präsidenten Barack Obama.

… lesen Sie bitte alles in dem PDF - ereignisse-und-schlagzeilen-2009.

Erwin P. Kandel 

27.12. - Vorüber und vorbei

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Vorüber ist die Weihnachtszeit.
Vorbei das Fest des Lichts.
Es herrscht wieder Dunkelheit
vielerorts - was blieb, ist nichts.

Nichts - als ein paar Geschenke
die nur von materiellen Wert.
Für jeden Arbeit - weltweit Frieden
ward uns wieder nicht beschert.

Beschert von jenen an der Macht,
die uns das Unheil auch gebracht.

Erwin P. Kandel

23.12. - Das Leben ist einmalig

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 Werf es nicht weg!

Erwin P. Kandel 

20.12. - Der Mensch

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… was  auch immer er tut - es ist stets ein menschliches Tun!

Ein Tier tötet nur, um nicht zu verhungern - um seines eigenen Lebens willen.

Erwin P. Kandel