Archive für August 2009

20.08. - Grundlagen des christlich-islamischen Dialogs

… aus evangelischer Sicht - erarbeitet von Kirchenpräsident
Pfarrer Prof. Dr. Peter Steinacker und Susanna Faust vom Zentrum Ökumene.

1. Zum christlich-islamischen Dialog gibt es keine Alternative. Muslime leben als
Teil unserer Gesellschaft dauerhaft in Deutschland.

2. Der Dialog muss auf Augenhöhe und damit offen geführt werden, denn er findet
weithin nicht mit Gästen statt, sondern mit Einheimischen. Der Islam ist in
Deutschland heimisch.

3. Auf christlicher und muslimischer Seite sollen möglichst viele Konfessionen und
Glaubensrichtungen einbezogen sein. Wie Christen auch, haben Muslime ganz verschiedene religiöse, kulturelle, nationale und soziale Identitäten. Und sie reagieren
ganz unterschiedlich auf die Inkulturation in das deutsche Umfeld. Die pluralistische
Gesellschaft hat über viele Fragen eine innerislamische Debatte ausgelöst. Der
Dialog muss also vielschichtig und auf Veränderungen gefasst sein. Dabei ist Rücksicht
auf Empfindlichkeiten nicht dasselbe wie Akzeptanz.

4. Ein Dialog vor dem Dialog muss Ziele, Bedingungen und Grenzen gründlich klären.
Denn aufgrund verschiedener Verständnisse von Religion, vom Sinn, Ablauf
und Ziel eines Dialogs sowie aufgrund verschiedener sprachlicher und kultureller
Prägungen ist die Gefahr von Missverständnissen groß.

5 . Dialog kann weder Mission noch Vermischung der Religionen heißen. Die Themen
und Interessen beider Seiten müssen angemessen vorkommen. Vor dem Dialog
haben beide Seite Ängste. Viele Muslime fürchten den Zwang zu Assimilierung und
Identitätsverlust, Christen befürchten Überfremdung und Selbstmarginalisierung.
Dem beugt nur eine beiderseitige klare Profilierung vor.

6. Dialog setzt Verständigungsbereitschaft, aktive Ablehnung von extremistischen
Äußerungen und Akzeptanz der demokratischen Grundwerte voraus.

7. Mit dem Dialog verbindet die evangelische Kirche folgende Anliegen:

1. über die eigenen theologischen Grundlagen, das Verhältnis zu Staat und
Verfassung sowie die eignen Strukturen informieren.
2. entsprechende Informationen über den Islam erhalten
3. die Integration der Muslime in die Gesellschaft fördern
4. gesprächsbereite Muslime auch innerhalb ihrer Organisationen stärken
5. im Dialog sich besser kennen lernen und das eigene Profil schärfen
8. Ziel ist ein friedliches Zusammenleben in versöhnter Verschiedenheit auf der Basis
des Grundgesetzes in Deutschland.

12.08 - Massenhysterie

pic1250097949-1208.jpg

Zipfelmützen

pic1249677850-0708.jpg

Kunsd

pic1249417578-0408.jpg

Hunger

 pic1249157660.jpg

Es mag viele kleine und auch einige große Ursachen für den Hunger auf unserer Erde geben - die größte ist und bleibt jedoch der Mensch:

Menschen, denen das Leben anderer gleichgültig ist.
Menschen einer Wohlstandsgesellschaft mit ihrem maßlosen Konsumverhalten.
Menschen in Politik und Wirtschaft mit ihren zum Teil katastrophalen Fehlentscheidungen und ihrer Gier nach Reichtum und Macht.
Menschen der “Dritten Welt”, die ein Kind nach dem anderen in die Welt setzen, obwohl sie genau wissen, dass sie es nicht ernähren können.

In diesen Verhaltungsweisen spiegeln sich einige der vielen Widerwärtigkeiten so mancher Menschen wieder.

Solange es Menschen gibt, wird es auch solche Menschen geben - Menschen, die mitverantwortlich sind, dass jährlich Millionen von Menschen verhungern.

Nicht verhungern müssten, wenn es unter den Menschen nicht soviel Lieblosigkeit, Unverstand und Egoismus gäbe.

An der Natur liegt es nicht - sie machte noch alle Menschen auf dieser Erde satt, wenn man sie nur sinnvoll nutzte - zum Wohle der ganzen Menscheit nutzte.

Erwin P. Kandel

|